
Am 16. November fand im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche St. Kilian die traditionelle Gedenkveranstaltung zum Volkstrauertag in Nilkheim statt. Viele Bürgerinnen und Bürger nahmen erneut an der würdevoll gestalteten Feier teil, um der Opfer von Krieg, Gewalt und Vertreibung zu gedenken. Gerade 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bleibt dieses Erinnern von großer Bedeutung.

Besonders bewegend war die Ansprache von Alt-Oberbürgermeister Klaus Herzog. Er berichtete von Erzählungen seiner Großeltern, welche die letzten Kriegstage in Aschaffenburg miterlebt hatten und die zerbombte Stadt mit eigenen Augen sahen. Die Worte seiner Großmutter – „Sie haben uns unsere Seele genommen.“ – verdeutlichten eindrucksvoll die tiefen seelischen Wunden, die Krieg und Zerstörung hinterlassen. Herzog erinnerte daran, wie wichtig es heute ist, aus der Vergangenheit zu lernen, Verantwortung zu übernehmen umso den Frieden zu bewahren.

Auch Generalmajor a.D. Robert Löwenstein fand mahnende Worte. Er hob hervor, dass Freiheit und Demokratie niemals selbstverständlich sind, sondern aktiv geschützt werden müssen. Er erinnerte mit dem Zitat des ehemaligen Bundeskanzler Willy Brandt „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“ daran, dass Wehrhaftigkeit kein Widerspruch zum Friedenswillen ist, sondern die Voraussetzung dafür ist.
Der Vereinsring Nilkheim als Ausrichter dankte der Pfarrei St. Kilian mit Pfarrer Wolfgang Kempf für die Unterstützung. Ebenso gewürdigt wurden die Abordnungen der Reservistenkameradschaft Aschaffenburg sowie Trompeter Max Buller, welche der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen verliehen.

Der Vereinsring Nilkheim bedankt sich auch herzlich für die zahlreiche Teilnahme und das gemeinsame Zeichen des Erinnerns und des Friedens.

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